ODYSSEE

Eckdaten

ODYSSEE

Text
Roland Schimmelpfennig

Regie / Bühne / Sound
Marten Straßenberg

Kostüm
Juliane Längin

Puppenbau & Mitarbeit Bühne
Malvine Brinkel, Schneck Pinther, Annabell Wellhöfer, Paula Wild 

Dramaturgie
Taale Frese

Mit
Alexandra Goslawska, Madita Kuhfuhs, Laura Schulze, Tizian Steffen

Premiere
29.03.2024 HfS-Ernst Busch

Ensemblediplom des Studiengangs Zeitgenössische Puppenspielkunst in Kooperation mit den Abteilungen Theaterplastik und Maskenbild der HfbK Dresden.
Mit Dank an Bernd Freytag für die Chorarbeit sowie Markus Joss für die Arbeit am Bühnenbild.

Fotos: (c) Paula Hornickel

Denken Sie an die Odyssee und vor Ihrem inneren Auge tauchen auf: ein hirtender Zyklop, ein Herr der Winde, singende Sirenen und eine einsame Zauberin. All diesen Figuren wird an diesem Abend eine Seele gegeben – als Puppen. Und all diese Begegnungen finden sich in den Apologen, wörtlich: den Erzählungen, der Odyssee. Doch wer erzählt eigentlich wem von Odysseus, dem Vielgewanderte, dem berühmteste Niemand, dem, dessen Kunde bis zum Himmel reicht? Ebenso wie Homer, thematisiert Schimmelpfennig in seiner Bearbeitung des antiken Stoffes das Erzählen selbst und lässt die Irrfahrt zur Erfindung eines Lehrers werden. Er ist der Liebhaber der Penelope, die statt am Webstuhl auf der Rückbank seines Kleinwagens sitzt, um seinen Geschichten über ihren verschollenen Mann zu lauschen. Und was könnte sich besser für diese Erzählungen eignen als die „Königdisziplin der Behauptung“: das Puppenspiel? Ein Abend über das urmenschliche Bedürfnis, Geschichten erzählt zu bekommen und selbst erzählt zu werden und über die Frage, was nach dem Verlust kommt und nach dem Schmerz. „Wohin brechen wir auf, nach dem, was hier geschehen ist?“